Montag, 25. April 2011

Osterspaziergang

Dieses Jahr ist auch der Osterspaziergang anders wie sonst…
Am Ostersonntag sind Martin, Nico und ich zur Manuoha Hut gewandert. Diese befindet sich auf dem gleichnamigen Berg am Lake Waikaremoana im Nationalpark Te Urewera Nationalpark nördlich von Napier.
Die Wettervorhersage drückte ein wenig auf das Gemüht, da sie Regen prophezeite. Immerhin regnete es nicht als wir losliefen, so konnten wir in Ruhe die letzten Sachen in die Rucksäcke verstauen und los ging es.




Nach den ersten Metern wurde uns klar, dass es nicht einfach werden würde. Der Weg schlängelte sich steil einen sehr rutschigen und schlammigen Berghang hinauf, mit Überquerung von Bächen und riesigen Bäumen die im Weg herum lagen. Halt alles so wie man sich einen Urwald vorstellt.
An der Info-Station wollten wir eine Wanderkarte kaufen, jedoch gab es keine von dieser Wanderung und wir erfuhren dass es wohl 7-8 Stunden dauern soll, also müssten wir im Stock-Dunkeln an der Hütte ankommen.



Im unteren Teil der Tour war es drückend warm und wir musste den Weg suchen, da es nur ein kleiner Trampelpfad war der von großen Farnen bedeckt ist. Je höher wir stiegen umso dichter wurde der Nebel und die Nebelwolken brachten sehr viel Feuchtigkeit mit sich.
Der Weg wurde immer matschiger und schwieriger zu laufen. Die Hosen und Jacken waren schon lange nicht mehr trocken und langsam wurde es dunkel und kalt.
Man konnte die ganze Zeit nichts von unserem Ziel sehen, da der Wald zu dicht war und wenn wir auf eine kleine Lichtung kamen dann war der Nebel so dicht das man nichts von unserem Ziel gesehen hat.
Nach guten 5 Stunden erreichten wir die Baumgrenze und es gab nur noch kleine Büsche. Für kurze Zeit rochen wir verbranntes Holz, doch sehen könnten wir nichts.
Langsam tauchte vor uns ein Holzgestell auf und eine kleine Wetterstation. Wir standen auf dem Gipfel und es roch wieder nach verbranntem Holz.


Ein kleiner Weg führte wieder vom Gipfel herab und vor uns tauchte die kleine rote Hütte, mit qualmendem Schornstein auf. Nach nur 5 ½ Stunden erreichten wir die Hütte. Wir gingen hinein und uns grinsten 2 Gewehre an und die dazu gehörigen Jäger. Die beiden waren Vater und Sohn und waren schon 10 Tage in der Gegend unterwegs, hatten aber kein Glück bei der Jagd.


Wir kochten unsere Suppen, trockneten unsere Sachen und unterhielten uns mit den Jägern. In der Hütte war es mittlerweile so warm geworden das wir das Bier und Whiskey trinken nach draußen verlegten. Wir haben uns unter ein Vordach gesetzt aber selbst dort wurden wir durch den Nebel nass….irgendwann gingen wir dann schlafen.

Am nächsten Morgen sah das Wetter nicht besser aus….im Gegenteil, es regnete.



Unser Rückweg war derselbe den wir auch schon hinauf gelaufen sind, somit wussten wir was uns erwartet. Nach den ersten 2 Stunden waren wir bereits so durchnässt das wir keine Pause machten und einfach nur nach untern wollten. Die Einsichten „Pause“ war als wir Nico seine Cam gesucht haben, da er sie beim Pulli ausziehen liegen gelassen hat….er hat sie aber wieder gefunden.





So erreichten wir nach 4Stunden und 11 Minuten wieder mein Auto. Keine schlecht Zeit für einen Weg der mit 6 ½ Stunden ausgeschrieben war.

Was macht man am Karfreitag mit Matratzen aus dem Hostel im Bush von Neuseeland??




Richtig, man geht  Bouldern. Aaron, der Vorarbeiter von der Apfelplantage, hatte uns angeboten mit ihm klettern zu gehen. Er besorgt uns Kletterschuhe und kennt die Kletter-Hotspots in Neuseeland.
So ging es ganz schnell und wir standen mit meiner Matraze im Neuseeländischen Bush, genauer gesagt waren wir im Blowhard Bush Reserve und liefen auf kleinen Trampelpfaden zum chocolade eye.




Das chocolade eye ist ein riesiger Felsen, wo jeder boulder-Weg im Überhang endet. Da hatte die Matratze schon ihre da seins Berechtigung als Crash-Pad.
Die Wände waren, im Vergleich zu Kletterwänden, nicht sehr hoch. Aber technisch gesehen musste waren diese Wände eine echte Herausforderung.











Sonntag, 17. April 2011

Am 31. März habe ich dann den National Park verlassen und bin wieder nach Tauop zurück gefahren um von dort aus nach Napier aufzubrechen.
Napier liegt in der Hawke Bay am Pazifischen Ozean. Die Stadt erlitt 1931 ein schweres Erdbeben und anschließend brannte fast alles nieder. Man baute die Stadt im Art-dèco-Stil wieder auf, dafür ist sie heute weltweit bekannt.
Doch deswegen bin ich nicht nach Napier gefahren. Durch die günstige Lage am Ozean und durch die Berge im Hinterland ist es eine gute Stadt zum Überwintern, da das Klima mild ist. Außerdem ist die Stadt bekannt dafür dass man in den Herbstmonaten leicht Arbeit auf Plantaschen finden kann. Ja denn es war die Zeit zum Arbeiten gekommen.
Jedoch lief nicht alles so gradlinig, da mein Auto Probleme machte, ich keine Unterkunft gefunden habe und auch keine Arbeit. Da kam vieles zusammen…
Also war das Auto erst einmal in der Werkstatt und ich hatte Zeit mir einen Schlafplatz zu suchen…nach einigen suchen bin ich in einen Hostel fündig geworden und die haben mir auch gleich eine Arbeit auf einer Apfelplantasche organisiert.
Das Auto sollte eigentlich nur einen Tag in der Werkstatt sein…daraus wurden dann 1,5 Wochen, aber es läuft wieder.
In den Hostel bin ich dann auf Nico und Martin gestoßen, die beiden sollten auch bei der Apfelernte helfen. Die erste Woche verlief für uns gut, da wir die Äpfel für den Export pflückten und dafür gibt es gutes Geld. Man munkelte jedoch dass die Farm einige schiefe Geschäfte machen sollte…
Die nächsten 2 Wochen pflückten wir jedoch nur noch Äpfel für Apfelsaft das lohnt sich dann schon wieder nicht so recht…wir haben es alles nicht mehr so ernst gesehen, was auch kein Problem war, da unser Vorarbeiten öfters stoned war und gerne mal Leitern, mit dem Traktor umfährt.





Der Vorteil am Äpfel pflücken ist das man immer Äpfel essen kann und welche mitnehmen nimmt, so wurde unserer Zimmer langsam zu einen Apfellager und wir kochten Apfelmuss, Äpfel mit Marzipan Füllung, Flammkuchen mit Apfel,…
Unsere Freie Zeit Verbrachten wir mit klettern, wandern zum Cape Kidnappers und Kajak fahren auf dem Ozean und natürlich baden.






Und die Maori-Geister tanzten wieder…





Mittwoch, 6. April 2011

Tongario Nationalpark

Unser nächstes, und auch letztes gemeinsames Ziel war der Tongario Nationalpark. Der Nationalpark befindet sich etwa 320km südlich von Auckland und ist im Zentrum der Nordinsel, er umfasst ein Gebiet von fast 796 Quadratkilometern und hat 3 aktive Vulkane, den Tongariro (1968 m) der Ruapehu (2797 m) und den der Ngauruhoe (2291 m), vorzuweisen.
Den Mount Ngauruhoe kennen viele als den Schicksalsberg aus dem Film Heer der Ringe, jedoch schwebt über ihn kein Auge und bei der Besteigung haben wir keinen Eingang ins Innere gefunden…

Wir haben uns entschieden den  Tongario Northern Circuit zu laufen, gestartet sind wir auf dem Autoparkplatz in Mangatepopo. Von dort sind wir in den „südlichen Krater“ aufgestiegen. Der Weg war sehr gut präpariert, mit vielen Holzbohlen, sodass man zügig vorankommt. Dort angekommen haben wir unsere Rucksacke hinter ein paar Steinen liegen gelassen und sind mit Windjacke und Kamera bewaffnet auf den Ngauruhoe gestiegen …wobei es mehr ein Mix aus klettern und auf allen vieren krabbeln war. Da die Bergflanken sehr steil sind und nur aus losen Geröll bestehen wo ab und zu größere Lavabrocken herausragen.




Oben angekommen hatte man eine wunderbare Sicht über, fast, den gesamten Nationalpark. Jedoch war es so windig das wir uns nicht sehr lange den Krater anschauten und uns lieber wieder auf den Rückweg gemacht haben.

Abwärts ging es leichter als rauf…wir sind den größten Teil einfach durch das lose Geröll gerutscht, aufrecht stehend wie ein Skifahrer.
Den restlichen Tag haben wir damit verbracht zur Ketetahi Hütte abzusteigen, vorbei am Emerald Lake und Blue Lake.
Man kann auch in den Hütten schlafen, wir wollten aber lieber in unseren Zelten schlafen…

Der nächste morgen…Sonnenschein und Dicke Wolken im Tal…und mein Zelt war gefroren.

Nach dem Frühstück sind wir dann wieder zum Blue Lake aufgestiegen, bis unser Weg zur Oturere Hütte abzweigte. Den ganzen Tag über wechselte die Landschaft von schroffem Vulkan Gestein über Wüsten ähnliche Sandsteppe bis zur urigen Wäldern.
Nachdem wir uns durch das alles gekämpft hatten kamen wir an der Waihohonu Hütte an, wo wir die 2. Nacht verbrachten.




Am nächsten Tag ging es dann nach Whakapapa Village wo mein Auto stand. Der Weg dorthin war noch einmal ein gutes Stück Arbeit, da er aus einen stetigen auf und ab bestand.

Ende gut alles gut, es war eine schöne Tour die wir alle 3 gut überstanden haben.