Dienstag, 21. Juni 2011

Napier forever

Als ich Ende März in dieser Stadt landete wollte ich einfach nur ein paar Wochen arbeiten.


Aus diesen paar Wochen sind nun fast 3 Monate geworden, eine doch schon lange Zeit. Ich habe angefangen Äpfel zu pflücken, jeden Tag bis ich keine Äpfel mehr sehen und essen konnte.




In dieser Zeit lebte und wohnte ich im Wally`s...


 ...mein Bett (das untere)...



...unser Wohnzimmer mit DVD-Sammlung und Büchern...


...und ein Bild aus der Küche.




Vor Ostern war dann ein Arbeitsgeber Wechsel an der Reihe, da keine Äpfel mehr da waren und ich nicht korrekt bezahlt wurde. Dieses Geld habe ich später eingeklagt. Nach einigen Tagen Dauerregen sind die ersten Leute weitergereist, doch für mich war es noch nicht die richtige Zeit.

Nach einer knappen Woche ging es dann wieder los, die Äpfel wollten mich einfach nicht in Ruhe lassen und ich pflückte sie wieder. Anderer Arbeitgeber, andere Farm, andere Äpfel aber irgendwie war alles besser. Bald kam es zu einem Wiedersehen mit Freunden, ein paar pflückten mit Äpfeln, ein paar blieben nur eine kurze Zeit.







So vergingen die Wochen voller Spaß und Freunde, jeden Morgen die gleichen frierenden Gesichter, jeden Tag dasselbe Gefluche auf dem Apfelfeld und jeden Abend die gleiche Leidende Frage „was kochen wir heute“.



Die Tage wurden kürzer und es wurde immer kälter sodass ich bald mit kurzer Hose gefrorene Äpfel vom Baum schüttelte.



Am 1. Juni war damit erst einmal Schluss. Die Arbeitsmoral war am Boden und es stand Himmelfahrt vor der Tür. Nun musste man sich darum kümmern einen Bollerwagen zu besorgen und diesen herzurichten. Wenn man das Alkoholverbot  in der Öffentlichkeit einmal übersieht, gab es dabei keine größeren Probleme. Wir umwickelten unsere Bierdosen mit Zeitungspapier, so war unser Alibi perfekt.

Als ich mit den Bollerwagen durch Napier fuhr...


...und dann doch gezogen wurde.






Das einstürzen der Bierdosentürme leitet den nächsten Tag ein und dieser Tag war einige Fragen auf, warum stand der Bollerwagen im 1.Stock und wo ist mein Campingstuhl…


Da es immer noch an der Arbeitsmoral fehlte wurde die kommende Zeit nicht gearbeitet, wir verbrachten die Zeit mit Ausflügen, Wanderungen, angeln ohne Erfolge und mit jeder Menge Partys.





Irgendwie landete man immer wieder im gleichen Club….vllt lag es auch an dem Dress-code der anderen…sodass man die günstigsten Getränke und alle Lieder bald kannte. Trotz der stumpfen Musik sind dies unvergessliche Nächte für mich geworden.




Mitte Juni sind dann die nächsten weiter gereist und es wurde wieder ruhig im Hostel….zu ruhig und mit einer neuen Arbeit wollte es auch nicht so recht klappen. So kümmerte man sich um andere Sachen wie z.b. essen und den versuch auch nur Ansatzweise einen Fisch aus dem Meer zu holen.


Ende Juni ist nun auch die Zeit für mich gekommen um weiter zu reisen. Ich blicke zurück auf eine wunderbare Zeit, voller neuer Erfahrungen, Eindrücke und neuer Freunde. Erfahrungen die mir weiter helfen werden, Eindrücke die einen zum Nachdenken gebracht haben und Freunde die man nicht vergessen kann.




                                                                      one man wolf pack

                                                                     


3 Kommentare:

  1. Nice, geniale Bilder!

    Aber beim nächsten Mal mehr Text und mehr Bart ;)

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  2. ...hoffe, wir lernen deine "neuen" freunde dann auch mal kennen ;))
    btw. was machst du da in dem käfig??? tanzen :)
    lg anne

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  3. nein das tanzen im kaefig kamm dann erst spaeter...;-)

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