....nun endlich kommt Teil 3 und die lange Zeit des Wartens ist vorbei....
Am 10.07. ging es auf der kurvenreichen Straße erst einmal wieder in Richtung Tasman Sea, dann wieder weg und nachdem die Straße wieder einen schlenker im Inland gemacht hat sahen wir dieses Meer zum letzten mal.
Nun ging die Straße geraden Weges in Richtung der großen Berge die sich vor uns auftürmten und deren Spitzen in den Regenwolken verschwanden.
Es ging immer weiter bergauf bis ein Schild am Wegesrand stand wo „Gates of Hasst“ draufstand und wir waren an der höchsten Stelle des Passes.
Das war aber einfach dachten wir uns und so ging es mit stolz geschwelter Heldenbrust weiter nach Wanaka. Zuerst am Lake Wanaka und dann am Lake Hawea vorbei, mit noch gutem Wetter.
Wanaka, eine schöne Stadt umgeben von riesigen Bergen, an einen schönen See, richtig idyllisch soll es sein. So hörte ich.
Von den Bergen sah man nix, sie versteckten sich hinter dicken Wolken, der See war grau und überall liefen Skitouristen rum, die nur darauf warteten das endlich genügend Schnee auf den Bergen liegt. Dabei zertrampelten sie fast die Stadt und alles was auch nur ein wenig idyllisch war…
Für eine Nacht sollte es aber gehen und wir suchten uns ein Hostel, auch hier kannte man den Begriff Zentralheizung nicht….hatte ich erwähnt das es regnete???
Am nächsten Morgen war es so weit, auf zur Ostküste…mal so schnell, dort ist das Wetter auch besser…so dachten wir uns das zu mindestens. Frühstücken, Sachen packen, tanken und los geht’s.
Komischer Weise war das Wetter ausgesprochen gut, Sonnenschein und blauer Himmel.
Nach guten 1,5 Stunden kamen wir an den Fuß des Lindis Pass, der mit 965 Meter doch um einiges höher ist als der letzte. Aber es schien ja die Sonne, noch…..
Der Himmel wurde grau, es wurde kalt. Nach einer Kurve blieben alle Autos vor uns stehen, wir beobachteten das treiben vom Auto aus und mussten feststellen das alle ihre Schneeketten auf die Räder montierten und es zu schneien anfing. Und wer hatte keine dabei und stand mit Sommerreifen da?? (in Neuseeland ging es keine Winterreifen, was auch nicht grade beruhigend ist)
Wir drehten um, doch geschlagen geben wollten wir uns nicht. Allerdings gab es keine andere Straße als die über genau diesen Pass. Also wieder zurück nach Wanaka und Schneeketten kaufen. Diese haben wir dann einer Tankstelle bekommen, wo ich auch gleich noch einmal tanken konnte. Mit Schneeketten für 120 Dollar im Gepäck wollten wir es nun wieder probieren.
Wir standen nun wieder an derselben Stelle wie vor guten 3 Stunden und montierten die neuen Ketten drauf, alles fest, alles passt.
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| Schneeketten montiert man in T-Shirt und kurzer Hose!! | | |
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Das Wetter war besser geworden, jedoch war die Straße, nennen wir so einmal die weiße Piste, unter einer dicken Schneeschicht und Eisflächen verschwunden. Langsam ging es nun bis zur Passhöhe und wieder herunter. Alles nur eine Frage der richtigen Technik.
Nun konnte es weiter gehen zum Lake Tekapo und der gleichnamigen Siedlung. Der See wird von Gletscherwasser gespeist und enthält einiges an Gesteinsmehl, dem er seine charakterliche türkisblaue-milchige-Farbe zu verdanken hat.
Nach den ganzen Strapazen sind wir am den Abend in das Örtliche Spa gegangen. Wir waren im warmen Wasser und um uns herum fing es an mit schneien. So ging der Tag zu Ende.
Am Morgen des 12.07 war alles weiss, Schneeketten drauf und auf nach Christchurch. Der Weg dorthin war nicht besondere spannend, einfach nur eine gerade Straße durch das nix.
Und nach dem nix kam Christchurch. Einige meinten man kommt gar nicht in die Stadt, andere sagen man sieht nichts mehr von dem Beben. Wir wollten es selber herausfinden, also ging es direkt in die Innenstadt, soweit es die Absperrungen zugelassen haben.
Es ist beeindruckend und gleichzeitig beängstigend zu sehen wie zerstört und zusammen gefallen die Häuser nun sind. Man steht davor und kann es nicht fassen wie so was nur sein kann.
Nachdem wir das verdaut hatten ging es weiter bis nach Kaikoura, wo wir gleich für 2 Nächte geblieben sind. Ich weiß nicht ob ich Schnee bedeckt Berge schon einmal so nah am Meer gesehen habe wie in Kaikoura.
Den Tag in Kaikoura haben wir damit verbracht Robben zu beobachten. Es ist faszinierend zu sehen wie die großen Tiere daliegen und sich die Sonne auf Pelz scheinen lassen.
Am 14.07. sind wir wieder einmal sehr früh aufgestanden um die Fähre zu bekommen, nur diesmal halt in die andere Richtung aber dafür mit einen guten Seegang….
Wellington da sind wir wieder, diese Stadt und ein eigenes Auto passen einfach nicht zusammen, also einfach gleich in das Parkhaus von dem Te Papa Museum. Neuseelands größtes Universalmuseum, von Meerestieren, über Maori-Kulturgüter, bis Motorsport hat man alles dort gefunden und man hätte Stunden bis Tage darin zubringen können….aber da war es wieder, das kleine-große Zeitproblem.
Übernachtet haben wir dann wieder außerhalb von Wellington.
Für die nächsten Tage hatten wir vor nach Napier zu fahren, da ich Jana noch zeigen wollte wo ich die ganze Zeit gewohnt habe. Daraus sind dann auch gleich 4 Tage geworden. Ich sag es doch die Stadt hat was an sich…
Auch die Napier Zeit ging vorbei und wir mussten leider weiter reisen.
Wir wollten/mussten weiter nach Hamilton, auf der Fahrt dorthin wurde dann das Geräusch was beim bremsen auftritt immer lauter.
Im Hostel in Hamilton legten wir deshalb eine Schrauber-Pause ein. Die Lösung des Problems war schnell gewunden, wir hatten einfach ein Teil von der Bremse verloren und bei jeder Bremsung schlief die Bremse an der Felge…
Suchbild: Wo ist das fehlende teil??
Wir sind dann erst einmal in den botanischen Garten gegangen….
Nach einigen hin und her haben wir am nächsten Morgen einen Ford-Schrottplatz gefunden, der das fehlende Teil hatte und uns bei der Montage helfen konnte.
Danach ging es auf den Highway bis nach Auckland.
In gesamt Neuseeland gibt es nirgendwo so viel Autoverkehr wie in Auckland und dann sucht man mitten in dem Gewusel irgendein Hostel, welches dann auch noch zu ist. Aber auch das haben wir zusammen gut hinbekommen. Wir haben ein schönes Hostel am Fuße des Mount Eden gefunden.
Der Mount Eden ist einer von vielen alten Vulkankegel die um Auckland liegen, dass besondere am Mount Eden ist aber dass er direkt in der Stadt liegt. Von dort oben hat man einen wunderbaren 360° Blick auf Auckland und man sieht warum diese Stadt von der Fläche her die viert größte Stadt der Welt ist.
So verbrachten wir die letzten 2 Tage unseres Urlaubes damit Auckland zu erkunden. Fazit essen gehen kann man auch hier nicht und den Busverkehr haben wir auch nach 2 Tagen nicht so recht verstanden.
Am 21.07. ging dann unser Urlaub leider schon zu Ende, doch er bleibt in sehr guter Erinnerung.