Montag, 29. August 2011

Auto Reparatur

Vor guten 3 Wochen ist mir, auf dem Parkplatz im Hostel, ein Engländer in mein Auto gefahren.
Wie er das geschafft hat frage ich mich heute immer noch, da echt genügend Platz war. Nun hatte ich aber ein riesiges Loch in der vorderen Stoßstange und das musste irgendwie wieder weg.



Eine Neus Stoßstange zu kaufen war zu teuer, also wollte ich es erst einmal selber versuchen. Mit der Hilfe von Kleber, Fieberglas, Spachtelmasse und Farbe aus der Spraydose sollte es schon irgendwie gehen.


Nach 4 Tagen war das Loch zu und es war schon Lackiert, das Ergebnis ist für die Umstände doch ganz gut geworden, so das ich nun keine neue brauche.


Sunrise Hut

Basti und Ich hatten frei, das Wetter war super, also gingen wir wandern.
Unser Ziel sollte diesmal die populäre Sunrise Hut im Ruahine Forest Park sein, von dort sollte man den besten Blick auf dem Sonnenaufgang in der ganzen Umgebung haben, so sagte man.
Wir wollten sehen ob es wirklich so ist und fuhren am 20.08 etwa 100 km südwestlich, durch riesige Schafherden,  bis zum Ende einer Schotterstrasse wo ein kleiner Parkplatz war.



Der Wanderweg war super ausgebaut und es gab diesmal auch keine Eisfelder, da der Weg immer im Wald langgeht….wir sollten nur aufpassen auf den Schnee der von den Bäumen fällt, aber das haben wir gut hinbekommen.

Der Aufstieg zur Hütte dauerte gute 2,5 Stunden und als wir an der Hütte waren sahen wir außer der Hütte nichts. Die Sunrise Hut liegt kurz unterhalb eines Bergkammes und man kann eigentlich in beide Täler schauen….wenn da nicht der Nebel wäre.

Nachdem wir auch irgendwie die Heizung zum laufen gebracht haben konnten wir uns wo wärmen…nun war nur noch das Problemchen das das Wasser in den Wasserleitungen gefroren war…also war erst einmal Schneeschmelzen angesagt.




Da es noch hell war beschlossen wir auf einen höher gelegenen Sattel aufzusteigen um vllt von dort etwas zu sehen. Der Weg dauerte 15 min und man sah auch nicht sehr viel mehr. Wir machten einige Bilder.




Auf einmal hatten wir Glück,  für eine halbe Stunde reisste die Nebeldecke auf und die Sonne schien voll auf uns herab.



captain morgan!!!
In dem Tal, aus dem wir aufgestiegen sind sah man allerdings immer noch nichts. Nichts bis auf einen Kreisrunden Regenbogen mit meinen Schatten in der Mitte….das muss ein Zeichen sein.




Nach einer Weile gingen wir zurück zur Hütte und machten uns Abendessen. Nach jeder Stunde musste man die Heizung wieder neu anmachen, da die Zeitschaltuhr abgelaufen war…die Nacht war also nicht besonders warm….außerhalb des Schlafsackes.
Als ich am nächsten Morgen munter wurde schien  durch die großen Fenster der Hütte ein orangener Lichtschein. Der Nebel von gestern war fast komplett verschwunden und die Sonne kam langsam aus dem Ozean heraus…aber dafür aus dem Schlafsack heraus krabbeln…



Nach dem Frühstück machten wir uns dann wieder auf dem Rückweg…  
unsere Wanderroute

Wieder beim Arbeiten

Nachdem der erste Job ja nun nur für 4 Tage war. Brauchte ich einen neuen und wieder klappt es gut….man muss nur zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sein.
Apfelbäume fällen mit Kettensägen, nun kam die Abrechnung mit den Apfelbäumen für die 3 Monate Apfelpflücken, nun sollte es so weit sein.
Ich bekam 2 Kettensägen, eine kleine (die aber bald den Geist aufgegeben hat) und eine richtig große. Als Zusatz habe ich dann noch ein Quad bekommen mit dem ich meine ganzen Sachen hin und her fahren konnte….und zur Mittagspause musste ich auch nicht mehr laufen.

Ich fällt so um die 800 Bäume die gute 4 Jahre alt waren und anschließend wurden die Bäume veredelt, in den nächsten Saisons wollte man halt eine andere Apfelsorte ernten können ohne komplett neue Bäume pflanzen zu müssen.


vorher

nachher

fertig!

Zwischendurch machte ich dort noch allerhand andere arbeiten die so anfielen wie z.b. alte Bewässerungsanlagen abbauen und neue zusammenbauen, gebrochene Leitern wieder zusammen schweißen und ganz wichtig Quad fahren ;-)
An unseren letzten Arbeitstag hat der Chef den Grill angeworfen und wir haben eine ausgedehnte Mittagspause gemacht.   

Carlos von Tonga und ich

Sonntag, 28. August 2011

Welcome back…..und Kaweka zum 2.

Nachdem ich Jana am Flughafen in Auckland lassen musste, habe ich mich auf den Weg zurück nach Napier wo ich am 23.07. ankam gemacht.  Warum schon wieder Napier?!?! Das liebe Geld geht schneller weg als wie man es verdienen kann….und es waren noch einige Freunde dort.
Auch diesmal hat es wieder mit einen neuen Job geklappt und ich konnte schon am 26.07. damit anfangen. Weinreben verschneiden und verlegen….es wurden Leute gesucht mit Erfahrung, die das schon einmal gemacht haben. Ich mache mich bei ein paar Leuten aus dem Hostel schlau gemacht, die das schon einmal gemacht haben und so konnte ich dann als „erfahrener“ Weinbauer zur Arbeit fahren. So dachte ich.
Wie sich jedoch herausstellte war die Arbeit nicht so gut wie erhofft. Es war hart, ansträngend und das alles für eine Bezahlung die weit unter dem Mindestlohn lag.
Diese Arbeit ging dann nur über 4 Tage, da das Weinfeld fertig „bearbeitet“ war.
Nun war es soweit, der Tag war gekommen. Mein Auto musste zum TÜV. Naja es ist mehr oder weniger so eine Art TÜV, aber ich hatte ein gutes Gefühl dabei.
Nach guten 2 Stunden war alles fertig, ohne Probleme….wusste ich es doch ;-) Jetzt habe ich erst einmal für ein halbes Jahr wieder den TÜV. (der heißt hier WoF)
In Napier habe ich dann Sebastian kennen gelernt und da wir eh grade nichts zu tun hatten beschlossen wir eine Wanderung zu unternehmen. Wohin soll es gehen?? „da hinten gibt es so ein paar Berge da liegt Schnee drauf“ meinte ich und ein Ziel war gefunden.

 Allerding hieß es das die Wege momentan nicht so gut begehbar sind und die Straße in den National Park war auch geschlossen, naja dann laufen wir halt den Rest…..

Am 30.07. machten wir uns also auf zur Makahu Saddle Hut, einer kleinen Hütte am Fuße des Kaweka J`s , der mit 1724 Metern Höhe der höchste Berg in der Umgebung ist.
Der Weg bis zu der Hütte war sehr gut, eine breite aber steile Schotterstrasse, bevor es dunkel wurde erreichten wir die Hütte und hatten noch genug Zeit das Feuerholz im hellen zu suchen.
Bald jedoch wurde uns bewusst das es  wohl eine kalte Nacht werden würd. Denn es war nur eine einfache Blechhütte, der Wind zog zur Tür herein und zum Fenster wieder heraus und  das Feuer konnte die Hütte auch nicht so recht aufwärmen. Wir stellten uns also auf  eine kalte Nacht ein und schliefen nicht in den Betten sondern direkt vor dem offenen Feuer.

Der nächste morgen kam schnell und in der Nacht waren die Temperaturen auch ok…nur ein paar Minusgrade. Um die Hütte herum war alles gefroren, es war fast wie eine kleine Eis Welt.
Wir machten Frühstück, packten unsere Sachen und liefen bei blauem Himmel los. Ab 800 Höhenmetern hatten wir bereits Schnee, wenn es so bleibt dann klappt alles….doch es sollte nicht so bleiben..




Ab 1300 Höhenmetern hatten wir Eisfelder vor uns, wir versuchten kleine Stufen zu schlagen und so klappt es auch ganz gut.

Bis zu diesen Zeitpunkt als ich den Halt unter meinen Schuhen verloren habe und wegrutschte.
Jetzt ging alles auf einmal sehr schnell, ich rutsche auf meine Hintern über das Eis mit einer wahnsinnigen Geschwindigkeit. Bis man es realisierte was passiert war verging eine Weile und ich sah das ich direkt auf den Abgrund zu rutschte und ich irgendwie schnellst möglich zum stehen kommen musste.
Ich versuchte meine Schuhe an das Eis zu drücken was jedoch nicht so recht klappen wollte. Mit den Enden von meinen Wanderstöckern  konnte ich dann irgendwie bremsen und kam  gute 1,5 Meter vor der Klippe zum stehen. Ich gehe mal davon aus das mir die 100-200 Meter freier Fall nicht so gut bekommen wären.
Nun stand ich da, mit einen Puls von 200, doch irgendwie fühlte ich mich gut dabei…nur das ich bemerkte das an meinen einen Daumen ein ganzes Stücken Haut fehlt, da ich bei dem rutschen übers Eis keine Handschuhe anhatte.
Ich umwickelte meinen Finger Notdürftig und versuchte es wieder, aber diesmal über eine andere Route, man lernt ja aus seinen Fehlern.
Die nächsten 300 Meter machten wir für jeden Schritt eine Stufe in das Eisschicht…..und wir brauchten eine Ewigkeit dafür. Die Sonne von oben und der kalte Wind von der Seite machte es nicht gerade einfacher.
Das war dann auch die letzte große Anstrengung, wir waren auf einen Hochplateau und nun war es nicht mehr weit bis zum Gipfel.


Wir waren oben und legten eine Foto-Pause ein. Es war beeindruckend von dort oben konnten wir auf der einen Seite den Ozean und auf der anderen Seite die mächtigen Berge es Tongario Nationalparks  sehen.





Nun ging es an den Abstieg, der sich einfacher erwies. Da wir ja die Stufe hatten, wir stellten fest das wir nun auch keine Stufen mehr hätten machen können. Die Sonne war so warm das sie das Eis schmolz und der kalte Wind lies es wieder gefrieren, sodass nun einen viel dickere Eisschicht da war, die wir nicht durchbrechen konnten.
Nach einer Rekord verdächtigen Zeit (die wohl auch an meinen Hunger lag) erreichten wir wieder die Hütte und machten uns etwas zu essen. Danach ging es über die Schotterstraße wieder zum Auto und die Sonne ging langsam im Kiwiland unter.

Dienstag, 23. August 2011

Einmal Neuseeland zum Mitnehmen Teil 3

....nun endlich kommt Teil 3 und die lange Zeit des Wartens ist vorbei....



Am 10.07. ging es auf der kurvenreichen Straße erst einmal wieder in Richtung Tasman Sea, dann wieder weg und nachdem die Straße wieder einen schlenker im Inland gemacht hat sahen wir dieses Meer zum letzten mal.
Nun ging die Straße geraden Weges in Richtung der großen Berge die sich vor uns auftürmten und deren Spitzen in den Regenwolken verschwanden.





Es ging immer weiter bergauf bis ein Schild am Wegesrand stand wo „Gates of Hasst“ draufstand und wir waren an der höchsten Stelle des Passes.
Das war aber einfach dachten wir uns und so ging es mit stolz geschwelter Heldenbrust weiter nach Wanaka. Zuerst am Lake Wanaka und dann am Lake Hawea vorbei, mit noch gutem Wetter.





Wanaka, eine schöne Stadt umgeben von riesigen Bergen, an einen schönen See, richtig idyllisch soll es sein. So hörte ich.

Von den Bergen sah man nix, sie versteckten sich hinter dicken Wolken, der See war grau und überall liefen Skitouristen rum, die nur darauf warteten das endlich genügend Schnee auf den Bergen liegt. Dabei zertrampelten sie fast die Stadt und alles was auch nur ein wenig idyllisch war…

Für eine Nacht sollte es aber gehen und wir suchten uns ein Hostel, auch hier kannte man den Begriff Zentralheizung nicht….hatte ich erwähnt das es regnete???

Am nächsten Morgen war es so weit, auf zur Ostküste…mal so schnell, dort ist das Wetter auch besser…so dachten wir uns das zu mindestens. Frühstücken, Sachen packen, tanken und los geht’s.
Komischer Weise war das Wetter ausgesprochen gut, Sonnenschein und blauer Himmel.



 

Nach guten 1,5 Stunden kamen wir an den Fuß des Lindis Pass, der mit 965 Meter doch um einiges höher ist als der letzte. Aber es schien ja die Sonne, noch…..

Der Himmel wurde grau, es wurde kalt. Nach einer Kurve blieben alle Autos vor uns stehen, wir beobachteten das treiben vom Auto aus und mussten feststellen das alle ihre Schneeketten auf die Räder montierten und es zu schneien anfing. Und wer hatte keine dabei und stand mit Sommerreifen da?? (in Neuseeland ging es keine Winterreifen, was auch nicht grade beruhigend ist)






Wir drehten um, doch geschlagen geben wollten wir uns nicht. Allerdings gab es keine andere Straße als die über genau diesen Pass. Also wieder zurück nach Wanaka und Schneeketten kaufen. Diese haben wir dann einer Tankstelle bekommen, wo ich auch gleich noch einmal tanken konnte. Mit Schneeketten für 120 Dollar im Gepäck wollten wir es nun wieder probieren.

Wir standen nun wieder an derselben Stelle wie vor guten 3 Stunden und montierten die neuen Ketten drauf, alles fest, alles passt. 

Schneeketten montiert man in T-Shirt und kurzer Hose!!



Das Wetter war besser geworden, jedoch war die Straße, nennen wir so einmal die weiße Piste, unter einer dicken Schneeschicht und Eisflächen verschwunden. Langsam ging es nun bis zur Passhöhe und wieder herunter. Alles nur eine Frage der richtigen Technik.





Nun konnte es weiter gehen zum Lake Tekapo und der gleichnamigen Siedlung. Der See wird von Gletscherwasser gespeist und enthält einiges an Gesteinsmehl, dem er seine charakterliche türkisblaue-milchige-Farbe zu verdanken hat. 



Nach den ganzen Strapazen sind wir am den Abend in das Örtliche Spa gegangen. Wir waren im warmen Wasser und um uns herum fing es an mit schneien. So ging der Tag zu Ende.

Am Morgen des 12.07 war alles weiss, Schneeketten drauf und auf nach Christchurch. Der Weg dorthin war nicht besondere spannend, einfach nur eine gerade Straße durch das nix.

Und nach dem nix kam Christchurch. Einige meinten man kommt gar nicht in die Stadt, andere sagen man sieht nichts mehr von dem Beben. Wir wollten es selber herausfinden, also ging es direkt in die Innenstadt, soweit es die Absperrungen zugelassen haben.


Es ist beeindruckend und gleichzeitig beängstigend zu sehen wie zerstört und zusammen gefallen die Häuser nun sind. Man steht davor und kann es nicht fassen wie so was nur sein kann.






Nachdem wir das verdaut hatten ging es weiter bis nach Kaikoura, wo wir gleich für 2 Nächte geblieben sind. Ich weiß nicht ob ich Schnee bedeckt Berge schon einmal so nah am Meer gesehen habe wie in Kaikoura.





Den Tag in Kaikoura haben wir damit verbracht Robben zu beobachten. Es ist faszinierend zu sehen wie die großen Tiere daliegen und sich die Sonne auf Pelz scheinen lassen.






Am 14.07. sind wir wieder einmal sehr früh aufgestanden um die Fähre zu bekommen, nur diesmal halt in die andere Richtung aber dafür mit einen guten Seegang….



Wellington da sind wir wieder, diese Stadt und ein eigenes Auto passen einfach nicht zusammen, also einfach gleich in das Parkhaus von dem Te Papa Museum. Neuseelands größtes Universalmuseum, von Meerestieren, über Maori-Kulturgüter, bis Motorsport hat man alles dort gefunden und man hätte Stunden bis Tage darin zubringen können….aber da war es wieder, das kleine-große Zeitproblem.




Übernachtet haben wir dann wieder außerhalb von Wellington.
Für die nächsten Tage hatten wir vor nach Napier zu fahren, da ich Jana noch zeigen wollte wo ich die ganze Zeit gewohnt habe. Daraus sind dann auch gleich 4 Tage geworden. Ich sag es doch die Stadt hat was an sich…






Auch die Napier Zeit ging vorbei und wir mussten leider weiter reisen.




Wir wollten/mussten weiter nach Hamilton, auf der Fahrt dorthin wurde dann das Geräusch was beim bremsen auftritt immer lauter.
Im Hostel in Hamilton legten wir deshalb eine Schrauber-Pause ein. Die Lösung des Problems war schnell gewunden, wir hatten einfach ein Teil von der Bremse verloren und bei jeder Bremsung schlief die Bremse an der Felge…

                                       Suchbild: Wo ist das fehlende teil??


Wir sind dann erst einmal in den botanischen Garten gegangen….




Nach einigen hin und her haben wir am nächsten Morgen einen Ford-Schrottplatz gefunden, der das fehlende Teil hatte und uns bei der Montage helfen konnte.
Danach ging es auf den Highway bis nach Auckland.

In gesamt Neuseeland gibt es nirgendwo so viel Autoverkehr wie in Auckland und dann sucht man mitten in dem Gewusel irgendein Hostel, welches dann auch noch zu ist. Aber auch das haben wir zusammen gut hinbekommen. Wir haben ein schönes Hostel am Fuße des Mount Eden gefunden.


Der Mount Eden ist einer von vielen alten Vulkankegel die um Auckland liegen, dass besondere am Mount Eden ist aber dass er direkt in der Stadt liegt. Von dort oben hat man einen wunderbaren 360° Blick auf Auckland und man sieht warum diese Stadt von der Fläche her die viert größte Stadt der Welt ist.








So verbrachten wir die letzten 2 Tage unseres Urlaubes damit Auckland zu erkunden. Fazit essen gehen kann man auch hier nicht und den Busverkehr haben wir auch nach 2 Tagen nicht so recht verstanden.






Am 21.07. ging dann unser Urlaub leider schon zu Ende, doch er bleibt in sehr guter Erinnerung.