Nachdem ich Jana am Flughafen in Auckland lassen musste, habe ich mich auf den Weg zurück nach Napier wo ich am 23.07. ankam gemacht. Warum schon wieder Napier?!?! Das liebe Geld geht schneller weg als wie man es verdienen kann….und es waren noch einige Freunde dort.
Auch diesmal hat es wieder mit einen neuen Job geklappt und ich konnte schon am 26.07. damit anfangen. Weinreben verschneiden und verlegen….es wurden Leute gesucht mit Erfahrung, die das schon einmal gemacht haben. Ich mache mich bei ein paar Leuten aus dem Hostel schlau gemacht, die das schon einmal gemacht haben und so konnte ich dann als „erfahrener“ Weinbauer zur Arbeit fahren. So dachte ich.
Wie sich jedoch herausstellte war die Arbeit nicht so gut wie erhofft. Es war hart, ansträngend und das alles für eine Bezahlung die weit unter dem Mindestlohn lag.
Diese Arbeit ging dann nur über 4 Tage, da das Weinfeld fertig „bearbeitet“ war.
Nun war es soweit, der Tag war gekommen. Mein Auto musste zum TÜV. Naja es ist mehr oder weniger so eine Art TÜV, aber ich hatte ein gutes Gefühl dabei.
Nach guten 2 Stunden war alles fertig, ohne Probleme….wusste ich es doch ;-) Jetzt habe ich erst einmal für ein halbes Jahr wieder den TÜV. (der heißt hier WoF)
In Napier habe ich dann Sebastian kennen gelernt und da wir eh grade nichts zu tun hatten beschlossen wir eine Wanderung zu unternehmen. Wohin soll es gehen?? „da hinten gibt es so ein paar Berge da liegt Schnee drauf“ meinte ich und ein Ziel war gefunden.
Allerding hieß es das die Wege momentan nicht so gut begehbar sind und die Straße in den National Park war auch geschlossen, naja dann laufen wir halt den Rest…..
Am 30.07. machten wir uns also auf zur Makahu Saddle Hut, einer kleinen Hütte am Fuße des Kaweka J`s , der mit 1724 Metern Höhe der höchste Berg in der Umgebung ist.
Der Weg bis zu der Hütte war sehr gut, eine breite aber steile Schotterstrasse, bevor es dunkel wurde erreichten wir die Hütte und hatten noch genug Zeit das Feuerholz im hellen zu suchen.
Bald jedoch wurde uns bewusst das es wohl eine kalte Nacht werden würd. Denn es war nur eine einfache Blechhütte, der Wind zog zur Tür herein und zum Fenster wieder heraus und das Feuer konnte die Hütte auch nicht so recht aufwärmen. Wir stellten uns also auf eine kalte Nacht ein und schliefen nicht in den Betten sondern direkt vor dem offenen Feuer.
Der nächste morgen kam schnell und in der Nacht waren die Temperaturen auch ok…nur ein paar Minusgrade. Um die Hütte herum war alles gefroren, es war fast wie eine kleine Eis Welt.
Wir machten Frühstück, packten unsere Sachen und liefen bei blauem Himmel los. Ab 800 Höhenmetern hatten wir bereits Schnee, wenn es so bleibt dann klappt alles….doch es sollte nicht so bleiben..
Ab 1300 Höhenmetern hatten wir Eisfelder vor uns, wir versuchten kleine Stufen zu schlagen und so klappt es auch ganz gut.
Bis zu diesen Zeitpunkt als ich den Halt unter meinen Schuhen verloren habe und wegrutschte.
Jetzt ging alles auf einmal sehr schnell, ich rutsche auf meine Hintern über das Eis mit einer wahnsinnigen Geschwindigkeit. Bis man es realisierte was passiert war verging eine Weile und ich sah das ich direkt auf den Abgrund zu rutschte und ich irgendwie schnellst möglich zum stehen kommen musste.
Ich versuchte meine Schuhe an das Eis zu drücken was jedoch nicht so recht klappen wollte. Mit den Enden von meinen Wanderstöckern konnte ich dann irgendwie bremsen und kam gute 1,5 Meter vor der Klippe zum stehen. Ich gehe mal davon aus das mir die 100-200 Meter freier Fall nicht so gut bekommen wären.
Nun stand ich da, mit einen Puls von 200, doch irgendwie fühlte ich mich gut dabei…nur das ich bemerkte das an meinen einen Daumen ein ganzes Stücken Haut fehlt, da ich bei dem rutschen übers Eis keine Handschuhe anhatte.
Ich umwickelte meinen Finger Notdürftig und versuchte es wieder, aber diesmal über eine andere Route, man lernt ja aus seinen Fehlern.
Die nächsten 300 Meter machten wir für jeden Schritt eine Stufe in das Eisschicht…..und wir brauchten eine Ewigkeit dafür. Die Sonne von oben und der kalte Wind von der Seite machte es nicht gerade einfacher.
Das war dann auch die letzte große Anstrengung, wir waren auf einen Hochplateau und nun war es nicht mehr weit bis zum Gipfel.
Wir waren oben und legten eine Foto-Pause ein. Es war beeindruckend von dort oben konnten wir auf der einen Seite den Ozean und auf der anderen Seite die mächtigen Berge es Tongario Nationalparks sehen.
Nun ging es an den Abstieg, der sich einfacher erwies. Da wir ja die Stufe hatten, wir stellten fest das wir nun auch keine Stufen mehr hätten machen können. Die Sonne war so warm das sie das Eis schmolz und der kalte Wind lies es wieder gefrieren, sodass nun einen viel dickere Eisschicht da war, die wir nicht durchbrechen konnten.
Nach einer Rekord verdächtigen Zeit (die wohl auch an meinen Hunger lag) erreichten wir wieder die Hütte und machten uns etwas zu essen. Danach ging es über die Schotterstraße wieder zum Auto und die Sonne ging langsam im Kiwiland unter.
ja, echt toller "wintertripp"..mit nervenkitzel, abenteuer alla benni... da stehste wie der kleine nessner... hallo welt,...
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