Montag, 30. Januar 2012

Der Rest von der Südinsel

Nach dem Milford Sound wollten wir zur Westküste fahren, also ging es den ganzen Weg zurück nach Queenstown und über eine kleine Bergstraße bis nach Wanaka. Dort angekommen war man durstig von der ganzen Fahrerei und man gönnte sich das Ortsansässige „Wanaka  Beerworks“ Bier und stellt fest das der Werbeslogan hält was er verspricht „Life is good“.

Am nächsten Morgen ging es weiter, über den Highway 6 zum, beziehungsweise über den Haast Pass immer in Richtung Tasman Meer.
Lake Wanaka

Tasman Sea

Das war jedoch nicht direkt unser Ziel, wir wollten zu den großen Gletschern der Westküste. Als erstes erreichten wir den Fox Gletscher, jedoch hat es bei der letzten großen Schmelzaktion alles was in dem Tal war mitgenommen, so auch den Wanderweg. Man kam nur bis zu einen Autoparkplatz und von dort konnte man den Baggern beim rekonstruieren des Weges zuschauen, während  um sie herum Eisschollen in Richtung Meer trieben.
Fox Gletscher

Also ging es weiter, weiter in Richtung Franz Josef Gletscher, dessen Schmelzaktion in der letzten Saison auch alles mitgenommen hat. Einschließlich Brücken und Straßen, aber nun war alles wieder befahrbar. Für den Tag war es aber zu spät um eine Wanderung zu beginnen.
mein Dad und der Franz Josef

erneuter "Regenwassertest" ;-)
Also würden wir morgen wieder kommen. Nun galt es noch die Tagesaufgabe zu erfüllen, einen guten Zeltplatz zu finden. Nach einer Weile hatten wir ihn dann auch, auf einen 5 Sterne Campingplatz. Warum ein Zeltplatz 5 Sterne hat weiß ich auch nicht, die Wiese war auch nur grün, aber eben.

Am Nächsten Morgen machten wir uns wieder auf in Richtung Gletscher. Wir wollten zum Roberts Point, was es genau sein sollte wussten wir nicht. Aber wir hörten das der Weg nur was für erfahre und gut ausgerüstete Wanderer ist, also quaise genau unser Profil.

Der Weg verlief über Brücken, trockene Bachläufe und über jede Menge Steine. Bis man dann vor einen großen hölzerner Plattform stand, das war er also der Roberts Point. Mit direkten Blick auf den Gletscher, der unschlagbar ist. Auch hier waren wir nicht alleine wie wir bald feststellen mussten als die Kea`s  unsere Anwesenheit bemerkten.




Am späten Nachmittag machten wir uns dann noch auf dem Weg nach Hokitika wo wir am Abend des 18.12 ankamen und einen der skurrilsten Zeltplätze hatten. Es war im Garten eines riesigen Gebäudekomplexes, wo wir ganz alleine waren. Wenn man zum Klo gegangen ist musste man aufpassen das man sich nicht verläuft und alles hatte den Anschein eines Krankenhauses oder Seniorenheims….in der Nacht regnete es.


Am Morgen darauf erfuhren wir das das Gebäude das erste Hospital in Neuseeland war und der Seitenflügel vor dem wir zelteten und genutzt haben war die ehemalige Entziehungsklinik für Alkoholiker….sollte uns das irgendwas sagen?!?!....wir führen weiter nach Norden.
Pancake Rock`s (Pfannekuchen Felsen) bei Punakaiki

Bis wir in Westport (19.12.) ankamen und es seinen Ruf wieder gerecht geworden, es regnete ohne auch nur die Kleinste Pause. Aber dann ist es wenigstens nicht so warm im Zelt….
Am Tag darauf verließen wir die Westküste und es ging am Buller Fluss entlang über Murchison bis nach Saint Arnaud. Saint Arnaud ist die größte Stadt im Nelson Lakes Nationalpark und es gibt Millionen von Sandfliegen dort.

Deswegen flüchteten wir am nächsten Morgen von dort und wanderten zum Mount Robert. Denn dort oben gibt es keine Sandfliegen.


Es ging weiter nach Norden, Richmond, Motueka, Takaka, Collingwood, Port Puponga und dann hörte die Straße auf! Wir waren am Cape Farewell angekommen, den nördlichsten Zipfel der Südinsel und der Golden Bay. Aus der Luft betrachtet sieht es aus wie ein Kiwi-Vögel und der Farewell Spit, eine riesige Sanddünne die wie ins Meer ragt ist der Schnabel von dem Kiwi.






Wüstenfahrzeug

Wharariki Beach


Auch in Neuseeland wird es Weihnachten, nur halt etwas anderes wie man es aus Mitteleuropa kennt. Das eigentliche Fest ist hier erst am 25. Dezember und es ist warm, so warm das man die Mittagssonne meidet und auch sonst nicht viel macht da es zu warm ist.
Zu Weihnachten gibt es ja immer Geschenke, wir machten uns auch eines und mieteten uns eine Kleine Blechhütte am Meer und...



...und eine Höhlentour, da es ja in Höhlen bekanntlich kühler ist war dies doch eine sehr gute Idee.





Am 25. Besuchten wir ein Paar Freunde die in der Nähe von Richmond leben und hatten so ein wunderbares Weihnachtsfest. Von dort ging es bis nach Picton, wo wir am 26.12. die Südinsel verließen und nach Wellington aufbrachen.
Hatte ich euch schon von meinen neuen Ford erzählt??


und ab auf die Fähre

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