Mittwoch, 23. November 2011

Oktober Teil 2…..und November

So, nachdem ich nun mal wieder eine Weile hier nichts über meine Reise hinterlassen habe und Ihr ganz bestimmt schon auf Neuigkeiten wartet, kommt hier eine Zusammenfassung von meinen letzten Wochen.
Wo fängt man da an….Queenstown, das war Basti und meine nächste Anlaufstelle, dort verbrachen wir ein paar Tage und entschlossen uns dann nach Invercargill aufzubrechen.
Invercargill ganz im Süden der Südinsel, man kann die Stadt schön finden, muss man aber nicht. Dort blieben wir für eine Weile in einen super Hostel , kauften noch ein paar Lebensmittel und lernen Johannes kennen. Er sollte der 3. in unserem Bunde werden.
Nach Abschluss unserer fein säuberlich geplanten Vorbereitungsphase waren die Bierreserven erschöpft und unser nächstes Vorhaben war geplant.
Am 21. Oktober setzten wir von Bluff nach Stewart Island über, von dort sind es nur noch knapp 4800 Km bis zum Südpol, ist also quasi gleich im die Ecke.





Auf Stewart Island sah unser Plan vor das es für uns 12 Tage durch den Dschungel gehen soll, wir hatten uns den North-West Circuit vorgenommen. Dieser Wanderweg führt einen, wie der Name schon sagt, einmal durch den Nord-Westen der Insel.
Die Rucksäcke waren gepackt und viel zu schwer, die Nacht war kurz und beschießen, perfekte Voraussetzungen um in Oban loswandern….







Irgendwann erreichten auch wir die Hütte unser Tagesziel und siehe da wir reisen die nächsten Tage nicht alleine. Fanny und Martina, 2 Schwedinnen, hatten den gleichen Schwachsinn vor  wie wir auch.


Die nächsten 4 Tage ging es von einer Hütte zur nächsten, berghoch bergab und nicht nur berghoch, sondern BERGHOCH…Bachnabel hohe Stufen. Immer wieder kamen wir zu einem neuen Strand manchmal mit weichem Sand und manchmal mit Kopfgroßen Steinen.




Am 26. stellten wir fest…..nööö nix mit laufen!  Heute machen wir einen Tag Pause, den Tag verbrachten wir mit relaxen und Angel nun auch endlich mal mit Erfolg!!






Und ich habe dort Kiwis gesehen, 4 Stück rannten an den 2 Tagen an unserer Hütte vorbei und es sollten nicht die letzten sein.



Die nächsten Tage gingen so weiter wie die letzten. Ich habe vergessen den Schlamm zu erwähnen….man läuft durch den Wald, es macht kurz *matsch* und man steckt bis zu dem Kniegelenk im Schlamm. Durch das Gewicht des Rucksackes noch etwas tiefer und es begünstigt nicht das wieder heraus kommen.











Und nun nach 7 Tagen war es soweit, wir haben andere Menschen getroffen. Bis jetzt gab es nur uns 5 und den Schlamm. Wir erreichten die Martin`s Bay Hütte und gönnten uns einen weiteren ruhe Tag, denn wir sind ja zum Urlaub machen hier.

Dort fanden wir einige tote Wale, sie stranden jedes Jahr auf ein neues an demselben Strand und keiner weiß genau warum. Man vermutet das Ihr Echolot durch die Geräusche der großen Schiffsmotoren durch einander gebracht wird oder das sie den Fischkuttern folgen.



Bis jetzt hatten wir für diese Insel ganz untypisches Wetter, es war nämlich schön. Blauer Himmel und Sonnenschein doch nun kam er, der Regen.




Jedoch hatten wir nur die letzten 2 Tage Regenwetter, damit waren wir auch glücklich, denn sonst steckt man bis über die Hüfte im Schlamm.
Nach 12 Tagen erreichten wir wieder das Städtchen Oban und stürmten den Lebensmittelladen, der Rest ist Geschichte.


Basti verlies uns kurz darauf, er wollte zurück auf das Festland um eine Arbeit zu finden. Wir blieben noch eine Weile, was uns hier auch gehalten hat…..wir wissen es nicht mehr, oder wir wussten es noch nie.
Oban muss man sich wie folgt vorstellen: eine Sackgassenstadt! Es gibt nur die Fähre die jeden Tag zwischen Bluff und Oban hin- und herfährt (für Bluff zählt das gleiche wie für Oban). Dann gibt es noch 20 km Straßennetz (auf der ganzen Insel), einen Supermarkt und einen Pub…dieser ist was ganz besonderes, denn er ist der Südliste in ganz Neuseeland. Wir lernten Leute und ihre Häuser kennen. Die eigentlich eine Baustelle sind, aber was macht es schon wenn es in das Schlafzimmer reinregnet. Wir haben kostenlos im Hostel geschlafen da wir bei einen Billard Spiel gewonnen haben, die genaueren Umstände liegen aber im Nebel.








Am 6. November wollten auch wir wieder zurück, Fanny vervollständigte nun den Dreier Bund und wir hatten einen Plan, besser sogar noch einen Platz für die nächsten Tag. Bei einen Typen in Bluff der ein Holzboot baut , wir helfen ihn ein bisschen und können dafür bei Ihm Übernachten. Hört sich doch super an dachten wir uns und nichts wie hin. Das Haus sah, sagen wir Komisch aus und es lag ein gewisser Geruch in der Luft. Der Typ war da, er wusste wer wir waren und alles war super. Wir gingen in sein Haus hinein und uns stieg eine gewaltige Marihuana Wolke in die Nase. Im Wohnzimmer schauten uns 2 weitere Typen durch ihre roten Augen an, die Wohnung sah aus wie ein eingestaubtes Museum. Überall waren Dinge von Schiffen, Angeln, Bücher, Messer und Schusswaffen in allen größen. Uns wurde gesagt das die ganz großen weggeschlossen sind….




Wir schiefen zu dritt in einem kleinen Doppelbett mit gebrochenem Lattenrost, am nächsten Nachmittag ging es irgendwann mal zum Boot. Er erzählte uns das er schon seit 14 Jahre an diesen Boot baue, mit Unterbrechungen, es ist ein großer Katamaransegler nach einen alten Bauplan. Es ist beeindruckend was man alles mit Holz und Kleber alles bauen kann, doch bei dem Arbeitstempo braucht er wohl noch ein paar Jahre.




2 Tage bastelten wir an diesen Boot, dann hatten wir genug davon und sind zurück nach Invercargill. Wir brauchten was zu essen, Benzin und eine saubere Waschmaschine.
Denn nun hieß es für uns surfen lernen. Mit Fanny an unserer Seite hatten wir einen guten Surfcoach. Am 9. November ging auf in die Catlins, das Wetter war nicht das Beste, aber was nicht ist kann ja noch werden.
Durch irgendwelche Kontakte die Fanny aus dem Internet gezogen hatte saßen wir am Abend in einen guten Hostel und hatten schon unsere Surfboards für den nächsten Tag sicher.






Um es vor weg zu nehmen, surfen ist nicht so einfach wie es aussieht.
Aber es macht verdammt viel Spaß. Nach einigen Nasen- und Lungenspülungen sah man die ersten Erfolge.






Den Abend verbrachten wir auf einen schönen Zeltplatz mit verdammt viel Wind. Dort haben wir Freunde aus Oban wiedergetroffen und hatten einen guten Abend bei gefühlter Windstärke 8.


Seit Tagen Regnete es mal wieder, der erste Regen seit Stewart Island. Wir machten uns auf dem Weg nach Dunedin.



Johannes kannte dort eine Familie wo wir übernachten könnten, aus dem könnten sind dann fast 2 Wochen geworden. Die Familie hat uns quasi aufgenommen, wir hatten unser eigenes kleines Häuschen auf einen Hügel direkt am Meer mit unzähligen Surfboards so konnten wir unsere Künste noch verfeinern. Wir halfen der Familie beim Herrichten ihres riesigen Grundstückes, was einen eigenen Strandzugang hat.




Fanny hatte uns schon bald verlassen da sie weiter nach Tauranga reisen wollte. Ich holte mir doofer weise, in den letzten Tagen, eine Erkältung und konnte den Wellen aus dem Fenster zuschauen. Und nun ist es mittlerweile schon Ende November.    

Sonntag, 16. Oktober 2011

Oktober Teil 1

Anfang Oktober war es erst einmal mit dem schönen Wetter vorbei, Basti und ich brachten Liz zum Flughafen von Queenstown und auf einmal waren wir beide wieder alleine unterwegs. Wieder ein sehr komisches Gefühl. Da wir nicht so genau wussten wo wir als nächste hinwollen und kein Geld für ein Hostelzimmer ausgeben wollten sind wir nach Glenorchy, zum Zelten, gefahren. Die Stadt, sagen wir besser Dorf liegt, wie auch Queenstown am Lake Wakatipu und hat sagenhafte 220 Einwohner (ohne uns beide). Liz meinte zu uns dass man dort gut zelten könnte direkt am See zwischen ein paar Bäumen. Auf der Fahrt dorthin fing es an mit regnen…
An den nächsten Tagen wurde das Wetter wieder besser und wir verbrachten 3 Tage mit Feuerholz suchen, kochen, lesen, schlafen und Feuer machen.

Basislager



Trotz des schönen Wetters wollte der Schnee in den Bergen einfach nicht schmelzen, daher war es immer noch zu riskant auf die Great Walks zu gehen.
Also gingen wir erst einmal auf den Greenstone/Capels Wanderweg, dieser führt in 2 Flusstäler entlang und ist als „easy walk“ ausgeschrieben. Aber es sollte nicht ganz so easy werden.
Mein Auto lies ich in der letzten Ortschaft stehen (sagenhafte 5 Häuser, eines war das Klo vom Campingplatz) und dann ging es 12 km über eine Schotterstraße. Der Plan das bestimmt jemand mit dem Auto uns mitnimmt, ging auch nicht auf, da nicht ein Auto gekommen ist.

Wegen der Winterstürme lagen reichlich Bäume auf dem Weg und wir hatten jede Menge Freude daran über diese riesen drüber zu klettern/unten ihnen durchzukriechen/oder außen rum durch das Unterholz zu laufen. Zu allen Überfluss war dann schon wieder eine Schulklasse in der ersten Hütte….





Am nächsten Tag ging es ähnlich weiter, diesmal kam nur noch das kleine Problemchen dazu das die nächste Hütte abgebrannt war…eine neue sollte eigentlich schon dort stehen, aber mit einer Arbeitsgeschwindigkeit die man von deutschen Behörden kennt dauern manche Dinge einfach länger.
Es ging also weiter zur nächsten Hütte, diese war die Howden Hut die erste Hütte des unzugänglichen Routeburn Tracks. Jedoch war die Hütte nicht im Lawinengebiet und so außer Gefahr. Nach 8,5 Stunden war die zweite Tagesetappe auch schon geschafft. (ach ja der Ofen war in dieser Hütte Kaput)



Die nächsten Tage waren dann entspannter, es ging noch kurz über den fast 1000 Meter hohen McKeller Sattel und abwärts in das Capels Tal. Da war sie auch schon die nächste Hütte.







2 Tage später waren wir dann auch schon wieder am Auto.



Abendgestaltung


das Wetter ist auch hier nicht immer schön

In der letzten Hütte lernten wir Lisa und Max kennen, 2 Kiwis aus Auckland und Wellington. Ein paar Tage später haben wir zusammen eine Wanderung auf dem Routeburn gemacht, diesmal aber von der anderen Seite der Berge, bis zur Routeburn Falls Hut wo wir eine Nacht verbrachten.
Auf dem Weg...

..zu der Routeburn Falls Hut.

der Harris Sattel

ja das bin ich

der Morgen danach